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Pohltherapie

Die Pohltherapie® ist eine körpertherapeutische, medikamentenfreie Methode zur Behandlung chronischer Beschwerden, bei denen sich organmedizinisch meist kein Befund erheben lässt. Ausführliche und fortlaufend aktualisierte Informationen zur Pohltherapie finden Sie unter https://pohltherapie.de/

Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur Pohltherapie und meinem Angebot

In der Pohltherapie werden Strukturen behandelt, die in der modernen bildgebenden Schulmedizin aber auch der Psychotherapie häufig nicht im Fokus stehen: dauerkontrahierte Muskulatur und verklebtes Bindegewebe. Diese sind Folge eines dauerhaft gestörten Gleichgewichts zwischen Spannung und Entspannung und können zu den unterschiedlichsten Beschwerden führen.

Mit Hilfe der Pohltherapie® lernen Betroffene, diese Dauerkontraktionen bewusst wahrzunehmen und mit Hilfe verschiedener Techniken werden sie in enger Zusammenarbeit zwischen Therapeutin und Patient allmählich aufgelöst. Dies ist möglich, da mehrere Techniken miteinander kombiniert werden, die

  • die bewusste Wahrnehmung der bestehenden Spannung ermöglichen
  • die bewusste Ansteuerung der „vergessenen“ Muskeln (Sensomotorische Amnesie) wieder ermöglichen
  • die unbewusste Dauerspannung auflösen
  • die Beweglichkeit verbessern
  • unbewusste Alltagsbewegungen und -tätigkeiten identifizieren, die die Dauerspannung auslösen oder chronifizieren
  • die betroffenen Körperteile wieder in normale Alltagsbewegungen integrieren helfen

und so das Zusammenspiel zwischen Gehirn, Körper und Bewegung fördern und die Beschwerden zum Verschwinden bringen.

Dabei arbeiten Therapeutin und Patientin Hand in Hand, denn „Fast alle Patienten können Ihre Beschwerden ganz hervorragend beschreiben und auch ganz exakt an ihrem Körper DIE Stelle zeigen an der sie die Beschwerden spüren.“ (Dr. Helga Pohl). Sie werden somit zum aktiven Teil der Lösung statt passiv auf Hilfe zu hoffen. Die Pohltherapeutin wiederum kennt die funktionelle Anatomie, das muskuläre und fasziale System und kann anhand der Patienten-Schilderungen ganz gezielt die richtigen Muskeln und Körperpartien behandeln. Alle Schritte der Behandlung werden individuell und passgenau auf Ihre persönlichen Beschwerden zugeschnitten.

Ausführliche Informationen zur Grundlagen und Möglichkeiten der Pohltherapie finden Sie hier

„Durch Verstehen des eigenen Körpers aus dem Leidenslabyrinth herausfinden.“

Dr. Helga Pohl

Am Anfang meiner Behandlung steht eine gründliche Anamnese, sowie erste Behandlungsschritte. Sie beschreiben Ihre Beschwerden, was wann und wo auftritt oder auch wann und wo nicht auftritt, seit wann die Beschwerden auftreten, was Sie bereits unternommen haben, welche Effekte dies hatte, welche Befunde ggf vorliegen usw. Ich leite Sie mit (Nach)Fragen durch diesen Teil des Gesprächs. Außerdem analysiere ich Ihre Haltung im Sitzen, Stehen und Liegen, sowie Ihre Bewegungen und ertaste mit den Händen Verspannungen. Dabei sprechen wir ggf auch über typische Bewegungen, Haltungen und Handlungen in Ihrem Alltag (z.B. Arbeit am Computer, Tragen des Kindes etc). Wenn Sie damit einverstanden sind, dokumentiere ich sichtbare Fehlhaltungen und Auffälligkeiten mit der Digitalkamera. Dies kann die Behandlung unterstützen, da Sie ein besseres Verständnis Ihrer Beschwerden und Ihrer Ursachen bekommen können.

Basierend darauf erläutere ich Ihnen strukturelle und anatomische Zusammenhänge und wir erstellen gemeinsam einen Behandlungsplan. In der Regel beginnen wir dann mit ersten Behandlungs-Schritten, so dass Sie nach dem Ersttermin ein besseres Verständnis haben, wie die Behandlung ablaufen wird.

Ab dem zweiten Termin erfolgt dann die eigentliche Behandlung mit manuellen Verfahren sowie Spür- und Bewusstseins-Übungen. Während der gesamten Behandlung werden wir auch immer wieder über konkrete Beobachtungen und Erkenntnisse zu Ihren Beschwerden sprechen. Auf diesem Weg erforschen wir gemeinsam, was zu Ihren derzeitigen Beschwerden geführt haben könnte und passen die Behandlungsschritte immer wieder diesen Erkenntnissen an.

Sobald das Bewusstsein für Ihre Verspannungen es erlaubt, werden Sie zu Ihrem Beschwerdebild passende Übungen für zuhause von mir erhalten. Diese sind ein wichtiger Teil der Behandlung, da die Übungen Ihnen ermöglichen, nach und nach selbständig falsche Bewegungs- und Haltungsmuster zu erspüren, zu vermeiden und so Schmerz gar nicht mehr entstehen zu lassen.

Am Anfang jedes Behandlungstermins besprechen wir Ihre Beobachtung zu Wirkung und Veränderungen seit dem vorangegangenen Termin, wie Sie mit den Übungen zurechtkommen, was Sie im Alltag wahrgenommen haben etc. Auf diesem Weg kann die Behandlung jederzeit auf Sie und Ihr persönliches Tempo angepasst werden, um optimale Erfolge zu gewährleisten.

Ziel der Pohltherapie ist es, Ihre Beschwerden dauerhaft aufzulösen. Daher lernen Sie im Prozess der Behandlung Ihren Körper besser kennen und verstehen, um zukünftig Fehlhaltungen und falsche Bewegungsmuster frühzeitig zu erkennen, zu vermeiden und so Schmerzen und Beschwerden gar nicht mehr entstehen zu lassen.

Idealerweise erfolgt die Behandlung im Abstand von ein bis zwei Wochen und dauert 60 Minuten. Je nach Ihrer individuellen Situation und Anreise kann dies aber auch variiert werden. Der Ersttermin erfordert aufgrund der ausführlichen Anamnese 90-120 Minuten.

Die Anzahl der erforderlichen Behandlungen ist individuell unterschiedlich und hängt grundsätzlich von der Anzahl, Art und Schwere der Symptome ab und wie lange die Beschwerden bereits bestehen. Einen großen Einfluss hat Ihre aktive Mitarbeit bei den Übungen zur Verbesserung des Körperbewusstseins und der Umsetzung des in der Therapie Gelernten in den Alltag. Auch wenn in extrem seltenen Einzelfällen oder bei akuten Problemen bereits ein bis zwei Behandlungen ausreichen können, ist in der Regel eine längere Abfolge von Behandlungen erforderlich. Dabei kann als grobe Richtschnur gelten: Je länger eine Beschwerde bereits besteht, desto länger dauert die Behandlung. Grund dafür ist die Sensomotorische Amnesie. Häufig kann dies bei der Erstanamnese schon grob abgeschätzt werden.

Eine erste Linderung der Beschwerden und Lockerung der betroffenen Bereiche sind jedoch meist bereits nach der ersten Behandlung spürbar. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle ist Teil jeder Behandlungs-Einheit

Die durch Einschränkung der Beweglichkeit von Muskeln und Faszien ausgelösten Beschwerdebilder, die mit der Pohltherapie behandelt werden können, sind vielfältig. Es lassen sich häufig auch komplexe Wechselwirkungen beobachten. Als Gruppen zusammengefasst äußern sie sich unter anderem in:

  • Chronischen Schmerzen
  • Funktionellen Störungen ohne organischen Befund
  • Missempfindungen
  • Bewegungsstörungen
  • Atemstörungen
  • Psychischen Effekten

Ausführliche Informationen zu mit der Pohltherapie behandelbaren Beschwerden finden Sie hier.

 

Die Pohltherapie kombiniert fünf verschiedene Verfahren miteinander, die sich gegenseitigin ihrer Wirkung ergänzen und verstärken und  gemeinsam angewandt spezifisch wirksam sind:

Pandiculations nach Thomas Hanna

Unwillkürlich angespannte Muskeln, die nicht mehr bewusst vollständig bewegt werden können, werden mit Hilfe der Therapeutin aktiv erspürt und dem Patienten wieder zugänglich gemacht.

Myogelosen-Behandlung

Myogelosen sind druckschmerzhafte muskuläre Verhärtungen. Durch punktuellen Druck auf den aktiv bewegten Muskel, werden diese  gelöst, wodurch der Muskel seine Beweglichkeit wieder erlangt.

Spezielle Bindegewebs-Behandlung

Die manuelle Bearbeitung der Haut und Unterhaut macht das Bindegewebe flexibler, wodurch auch die darunterliegende Muskulatur wieder weicher und reaktionsfähiger wird. Schmerzen und Missempfindungen lassen nach.

Sensomotorische Übungen

Übungen zur Verbesserung der Achtsamkeit für Spannung und Entspannung, Bewegung neu zu erspüren, die Wahrnehmung von Bewegungen und welche Muskeln daran beteiligt sind.

Körperbewusstseins-Training

Während der gesamten Behandlung analysieren und entdecken Patient und Therapeutin gemeinsam Situationen und Verhaltensweisen, in denen im Alltag, z.B. unter Stress oder aufgrund nicht passender Arbeitsumgebung etc, Muskeln unwillkürlich angespannt oder Fehlhaltungen eingenommen werden. Das Körperbewusstseinsttraining hilft, nach Überwindung der sensomotorischen Amnesie und Lösung der Verspannungen, die „alten“ Muster und Reaktionen zu erkennen und zukünftig zu vermeiden. Dadurch können die Behandlungserfolge langfristig erhalten bleiben.

Ausführliche Informationen zu den Methoden der Pohltherapie finden Sie hier.

Vielen Schmerzen, funktionellen Beschwerden und Missempfindungen liegen chronische Verspannungen zugrunde. Diese Verspannungen sind den betroffenen Patienten häufig nicht bewusst, oder sie spüren zwar die Verspannung, wissen aber nicht, wie sie diese lösen sollen. Dieses Phänomen, dass der Mensch vergessen oder verlernt hat, einen bestimmten Muskel bewusst anzuspannen und / oder zu entspannen, bezeichnete Thomas Hanna als Sensomotorische Amnesie.

In der Pohltherapie wird das bewusste Spüren und Ansteuern betroffener Muskeln und Körperregionen geübt und so die bewusste Anspannung und Entspannung wieder erlernt und in die alltäglichen Bewegungen integriert.

Ausführliche Informationen zur Sensomotorischen Amnesie und ihrer Behandlung mit Pohltherapie finden Sie hier.

Muskeln und Bindegewebe / Faszien bestehen u.a. aus Fasern und Sinneszellen. Bei Verletzungen, Stress, bedrohlichen oder belastenden Ereignis oder einer entsprechenden Vorstellung davon ziehen sich die Fasern zusammen, was die Beweglichkeit einschränkt. Gleichzeitig melden die Rezeptoren ein unangenehmes Gefühl, also Schmerz, Angst, Übelkeit oder sonst eine Missempfindung.

Dauern solche Kontraktionen länger an, z.B. durch Schonhaltung nach einer Verletzung, schlechte Haltung am Arbeitsplatz etc, oder war die Belastung zu stark, entstehen chronische Muskelverspannungen und Bindegewebsverhärtungen, die sich selbst im Schlaf oder bei positiven Ereignissen nicht mehr lösen.

Da Sensorik und Motorik, Spüren und Bewegen, sich gegenseitig steuern, führen mehr Missempfindung zu mehr Anspannung und mehr Anspannung zu mehr Missempfindung. Häufig kommt eine Schmerzspirale in Gang und wenn sich die Symptome nicht anders erklären lassen, werden sie häufig als psychosomatisch oder „normale Alters- und Abnutzungserscheinungen“ bezeichnet.

Ab einem gewissen Punkt können langanhaltende Dauerkontraktionen nicht mehr willentlich gelöst werden und es kommt zu einer Sensomotorischen Amnesie, die entsprechende Körperregion kann nicht mehr bewusst vollständig angesteuert und entspannt werden. Dieser Vorgang ist zum Glück reversibel, meist benötigen die betroffenen jedoch therapeutische Unterstützung, um aus den entstandenen Mustern herauszukommen.

Ausführliche Informationen zur Sensomotorischen Amnesie und ihrer Behandlung mit der Pohltherapie finden Sie hier.

Die Kosten pro Behandlungseinheit (60 Minuten) betragen 120 €.

Ersttermine erfordern 90 Minuten und beinhalten eine ausführliche Anamnese und Untersuchung, sowie erste Behandlungsschritte. Sie erhalten jeweils eine Rechnung oder eine Quittung bei Barzahlung.

Kostenübernahme der Krankenkassen

Sofern Sie privat versichert und/oder beihilfeberechtigt sind oder über eine Zusatzversicherung für Heilpraktikerleistungen verfügen, übernehmen die Krankenkassen häufig die Behandlungskosten. Bitte erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Krankenkasse bzw. Beihilfestelle über entsprechende Regelungen. Die Abrechnung kann dann  auf Basis der Gebührenordnung für Heilpraktiker erfolgen.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten in der Regel nicht.

Videos zur Pohltherapie: Einführung und Übungen